Bedingungen für Shogi-Turniere

 

Die Bedingungen gelten für Turniere, die in ihrer Ausschreibung auf diese Bedingungen verweisen. Sie gelten automatisch für alle von Shogi Kurpfalz bzw. dem Schachklub Ludwigshafen 1912 organisierten Turniere. Eventuelle Abweichungen werden in der Turnierausschreibung unter expliziter Bezugnahme auf diese Turnierbedingungen aufgeführt.

Mit der Teilnahme an der Veranstaltung als Wettkampfteilnehmer oder Besucher geben Sie die Zustimmung zu diesen Bedingungen. Dies gilt auch für Minderjährige.

 

 

Veranstalter, Organisator und Turnierleiter

Der Veranstalter hat das Hausrecht und die juristische Verantwortung für die Veranstaltung. Der Organisator richtet das Turnier aus und ist verantwortlich für die Organisation von der Ausarbeitung der Ausschreibung über die Logistik am Turniertag bis zur Berichterstellung. Der Turnierleiter leitet das Turnier am Turniertag. Insbesondere bestimmt er die Spielpaarungen, achtet auf die Einhaltung der Regeln, regelt sportliche Unstimmigkeiten, führt die Ergebnislisten und meldet die Ergebnisse zur Auswertung an der Rating Officer der FESA. Organisator und Turnierleiter können sich gegenseitig Einzelaufgaben delegieren, sie können auch dieselbe Person sein.

 

Teilnahme

  • Grundsätzlich kann jeder als Spieler teilnehmen, der die Teilnahmevoraussetzung der Ausschreibung erfüllt. Zuschauer sind grundsätzlich erwünscht, der Turnierleiter oder Organisator kann jedoch die Bewegungsmöglichkeiten der Zuschauer einschränken.
  • Teilnehmer (Spieler und Zuschauer) haben sich angemessen und im Turniersaal vor allem ruhig zu verhalten. Was angemessen ist, bestimmen im Zweifelsfall Organisator und Turnierleiter. Sie können bei unangemessenem Verhalten sowohl Zuschauer als auch Spieler jederzeit vom Turnier ausschließen.

 

Datenschutz

Wir nehmen Datenschutz und den Schutz von Persönlichkeitsrechten ernst. Allerdings haben wir auch ein berechtigtes Interesse an Berichterstattung über unsere Veranstaltungen und Werbung für unsere Sache. Unsere Öffentlichkeitsarbeit möchten wir mit einem vertretbaren Verwaltungsaufwand betreiben. Daher möchten wir uns mit diesen Teilnahmebedingungen auch die dafür erforderlichen Rechte sichern. Wir gehen verantwortungsvoll mit ihnen um.

Die Teilnehmer und Besucher verzichten unwiderruflich auf das mögliche Recht am eigenen Bild (Fotografien, Videos, Tonaufnahmen) und stimmen der Veröffentlichung sämtlicher wettkampfbezogener Bilder in uneingeschränkter Auflösung zu.

  • Diese Zustimmung wird erteilt für Veröffentlichungen auf den Webseiten der Veranstalter und Kooperationspartner sowie in den Medien der vom Veranstalter akkreditierten Medienvertreter. Für unsere Veranstaltungen sind bis auf Widerruf dauerhaft akkreditiert: der Schachklub Ludwigshafen 1912 e. V., die Webseiten von Shogi Kurpfalz und Shogi Deutschland e.V., die Tageszeitungen „Rheinpfalz“ und „Mannheimer Morgen“, der Youtube-Kanal „Shogi Kurpfalz“ sowie der „Offene Kanal Ludwigshafen“.
  • Die Zustimmung wird erteilt für die Wettkampf-Berichterstattung, sowohl aktuell als auch nach Jahren in Chroniken und dergleichen. Sie wird außerdem erteilt für Zwecke der Werbung für die gemeinnützige Arbeit des Veranstalters und seiner Kooperationspartner.
  • Die Zustimmung wird ausdrücklich nicht erteilt für Veröffentlichung durch nicht vom Veranstalter akkreditierte Privatpersonen, beispielsweise auf Facebook. Der Veranstalter übernimmt hierfür aber keine Verantwortung, Streitigkeiten über solche Veröffentlichungen sind direkt mit den Fotografen auszutragen.
  • Abgesehen von diesen Teilnahmebedingungen sind wir bei berechtigtem Interesse gegen eine Veröffentlichung von Bildern kooperativ. Sprechen Sie uns an!

Spieler erklären sich damit einverstanden, dass ihre Namen, Spielergebnisse, Rang, ELO-Zahl, Altersklasse bei Jugendlichen und andere turnierrelevante Informationen veröffentlicht werden.

 

Spielregeln

allgemeine Spielregeln

Zur Zeit gibt es kein online zugängliches offizielles Regelwerk auf Deutsch. Es gibt jedoch allgemein anerkannte Spielregeln, die sich auch in unserer Shogieinführung wiederfinden und für alle Turniere angewendet werden.

spezielle Turnierregeln

Turniere machen einige Ergänzungen der Spielregeln erforderlich:

  • Anfänger sind mitunter auf eine Hilfe bezüglich der fremden Schriftzeichen auf den Steinen und den damit verbundenen Zugvorschriften angewiesen. Ein solches Hilfsblatt wird, wenn es sonst keine weiteren spielbeeinflussenden Informationen erhält, toleriert. Die Benutzung einer solchen Hilfe ist beim Turnierleiter anzumelden und von diesem zu genehmigen.
  • Es wird mit Bedenkzeitbegrenzung gespielt, die mit Shogi- bzw. Schachuhren gemessen wird. Die Bedekzeitregelungen sind in den Turnieren unterschiedlich und werden in der Ausschreibung bekanntgegeben. Die Bedenkzeit soll nicht kürzer sein als 30 Minuten Grundbedenkzeit plus 30 Sekunden Byoyomi (maximale Zeit pro Zug nach dem Aufbrauchen der Grundbedenkzeit). Die Uhren sollen akustische Warnhinweise auf drohende Zeitüberschreitung geben.
  • Die Uhr ist mit der Hand zu betätigen, die auch den Zug ausgeführt hat.
  • Ein Zug ist erst dann ausgeführt, wenn die Uhr betätigt wurde. Wenn der ziehende Stein gesetzt und losgelassen wurde, kann ein gültiger Zug aber nicht mehr geändert werden. Die Regel "berührt geführt" gilt ausdrücklich nicht. Ein ungültiger Zug kann aber solange noch zurückgenommen werden, solange die Uhr nicht gedrückt ist. Dies gilt auch für das belassen oder ziehen des Königs ins Schach (was ansonsten nicht als ungültiger Zug angesehen wird).
  • Ein ungültiger Zug hat den Verlust der Partie zur Folge, sofern der Gegner den Gewinn für sich beansprucht. Der Gewinn muss beansprucht werden bevor ein eigener Zug ausgeführt wird. Ist aber der ungültige Zug aus der Stellung auf dem Brett heraus eindeutig zu erkennen (beispielsweise zwei Bauern auf einer Linie), so kann er jederzeit reklamiert werden. Wird kein Gewinn beansprucht, wird die Partie fortgesetzt und der Gewinnanspruch verfällt. Es gilt als guter Stil diese Regelung gegen Anfänger nicht allzu restriktiv anzuwenden.
  • Ein Unentschieden darf nicht vereinbart werden. In begründeten Ausnahmefällen kann der Turnierleiter aber der Vereinbarung eines Unentschieden zustimmen.
  • Ein Unentschieden kann ohne Vereinbarung bei 4-facher Stellungswiederholung zustandekommen (dies muss durch den Antragsteller bewiesen werden, wenn der Gegner widerspricht).
  • Bei einem Unentschieden wird sofort eine neue Partie mit vertauschtem Anzugsvorteil und der auf der Uhr verbliebenen Restbedenkzeit gespielt. Es gilt dann ausschließlich das Resultat der Wiederholungspartie.
  • Der Turnierleiter kann ein erspieltes Unentschieden auch als solches werten, wenn beispielsweise sonst erhebliche Probleme mit der Einhaltung des Zeitplanes verbunden wären.
  • Bei Entering Kings gilt in Anpassung an die FESA jetzt die folgende 27-Punkte-Regel: Ein Spieler, der den Sieg nach der 27-Punkte-Regel bei eigenem Entering King reklamieren möchte, kann das tun, wenn er am Zug ist.
    Er führt keinen Zug aus, erklärt, dass er den Sieg reklamieren möchte, hält die Uhr an und beendet damit das Spiel. Treffen dann sämtliche der folgenden sechs Punkte zu, hat er gewonnen:
    • Sein eigener König befindet sich im Camp des Gegners (letzte drei Reihen)
    • Er hat mindestens 28 Punkte als Schwarz bzw. 27 als Weiß. Kann er nicht beweisen, dass er Weiß hat, benötigt er 28 Punkte.
    • Es werden nur die Spielsteine im gegnerischen Camp (außer dem König) und auf der Hand gezählt. Turm und Läufer zählen fünf, der Rest jeweils einen Punkt.
    • Neben dem König befinden sich mindestens zehn weitere Spielsteine im Camp des Gegners.
    • Es ist noch Restbedenkzeit auf der Uhr.
    • Der eigene König steht nicht im Schach.
    Trifft nur ein Punkt nicht zu, hat er verloren.
  • Zuschauer (das sind auch am Turnier teilnehmende Spieler, die an der betreffenden Partie nicht beteiligt sind) dürfen grundsätzlich keine Kommentare zu laufenden Partien abgeben. Das gilt insbesondere auch für ungültige Züge, Vergessen des Drückens der Uhr eines Spielers und Zeitüberschreitungen.

Für eine Erklärung zum Turniermodus "Mac-Mahon-System" siehe dort.

 

Preise, Startgeld

  • Preise für die Sieger sind üblich, werden aber nicht bei jedem Turnier ausgegeben. Es besteht keinerlei Rechtsanspruch auf einen Preis.
  • Startgelder werden in der Ausschreibung bekanntgegeben und sind spätestens beim Einchecken beim Organisator zu bezahlen. Die Gelder werden ausgegeben für die Turnierkosten (beispielsweise Raummiete und Materialkosten) und den Preisfond. Ein verbleibender Überschuss wird für die Förderung des Shogisports verwendet.